CD 9/10 Punkte Dieser wahrhaft höllisch heiße Black
Metal-Assault kommt mir zu dieser kalten Jahreszeit gerade recht. Isegrim haben
sich den Wolf, die reißende Bestie, auf ihr Banner geschrieben. Und genau so
klingen sie auch. Wie ein Rudel Wölfe im Blutrausch. Dieser blasphemisch-okkulte
Zirkel konnte mich schon ´98 mit seinem selbstbetitelten
Minialbum total begeistern, und sie haben die richtige Fährte gelegt. Die führte
genau zum aktuell über uns hereinbrechenden Longplayer „Dominus Inferus
Ushanas“, einem extrem kompromißlosen Manifest seiner Verursacher
hinsichtlich allen Hasses, den ihre schwarzen Herzen in sich tragen. Die Vokalisierung
ist abartig, begeisternd räudig und enorm verkommen, die peitschenden Riffs
sind schnell wie Pfeile, die mit dem Wind fliegen und getrommelt wird tollwütig
am obersten Limit der Brutalität. Exakt so muß das klingen. Denn trotz beißender Härte
und druckvoller Produktion sind die Tracks allesamt mit viel Leidenschaft
ausgearbeitet worden und offenbaren durchweg nachvollziehbare Songstrukturen,
welche großen Hörgenuß ermöglichen können. Wie im Kugelhagel zischen einem
sämtliche Songs um die angelegten Lauscher, die angehörs der acht diabolisch-mörderischen
Stücke (incl. Intro) flattern wie Fahnen im Sturm. Die vier Burschen haben löblich
größten Wert darauf gelegt, auf keinerlei derzeitige Trends zu schielen, und
so finden sich auf der Scheibe auch nicht die geringsten Keys oder am Ende gar
romantische Gothic-Einlagen wieder. Nein, die fahren volles Brett und es ist ein
einziger Labsal, endlich mal wieder einer brachialen Black Metal-Platte zu lauschen,
die ohne wenn und aber direkt aus dem bebenden Herzen heraus eingespielt wurde.
Satanisch gut!
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