CD 9/10 Punkte
Endlich neuer Studio-Stoff von den
verdienten Vorreitern des – bis zu dieser Scheibe – trendfreien Black Metal.
Werden sich die einen denken und enorme Hörfreude an den neuen Stücken
erfahren. Die anderen werden der Band Hochverrat vorwerfen und sie für diese
Platte hassen. Kommt also eben ganz darauf an, aus welchem Blickwinkel man die
Angelegenheit sieht bzw. hört. Aber egal, mir gefällt „A Grand Declaration Of
War“ außerordentlich gut. Und der neue Release ist wirklich unglaublich gut
geworden. Dieses Album wird wieder neue Standards setzen können; daran müssen
sich vergleichbare Acts in Zukunft messen lassen. Es ist einfach ein
Faszinosum, wie es Mayhem hinbekommen haben, die fesselndsten Songs seit langem
auf diesen Brecher zu bannen... Beschwörend gesprochene Parts ziehen sich wie
ein schwarzer Faden durch die Platte. Abwechslung pur dominiert die gesamte
Spieldauer einer Scheibe, an der man sich nicht mehr satt hören kann. Was für
eine Sternstunde an durchdachter pechschwarzer Musik.
Durch die
enorme Abwechslung in den Stücken erreicht man ein Höchstmaß an Spannung und
knisternder Atmosphäre. Stellenweise eher gemäßigt operierend, können die Songs
sich schon recht schnell zu einem prächtigen Strauß an morbide schillernden
Blüten dieser Musikrichtung entwickeln. Und dieses Drumming... Trommler
Hellhammer ist einer der Besten seiner Zunft. Und ein sehr netter Kerl dazu.
Ich habe mich mit ihm – in aller Ruhe – vor dem Konzert der Tour zu dieser
Scheibe im ostdeutschen Bischofswerda längere Zeit unterhalten. Im Gespräch
offenbarte er sich als außerordentlich ruhiger, freundlicher und auch irgendwie
besonnener Mensch. Geredet wird viel. Viel negatives. Sowohl über ihn als auch
über Mayhem selbst. Aber wen interessiert dieses unbedarfte und peinlich-nervende
Gefasel von selbsternannten Szene-Sheriffs noch, wenn einem die neuen Tracks
von „A Grand Declaration Of War“ die Trommelfelle so geil zerlöchern?
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Review
by Markus Eck www.Metalmessage.de
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